Openair Basel

Vom neunten bis am elften August 2018 fand auf dem Kasernenhof zum siebten Mal das Openair Basel statt. Wir von Quint hörten uns einige Acts an und präsentieren euch hier einen kleinen Einblick in die Konzerte und berichten euch über unsere persönlichen Highlights!

Dieses Jahr gab es im Plan des Openairs eine wichtige Neuerung. So konnte man nicht nur am Freitag und Samstag Musik geniessen, sondern auch schon bereits am Donnerstag. Am Donnerstag fanden zwar ausschliesslich auf der kleinen Bühne Konzerte statt, dafür war der Eintritt gratis. Unsere Redaktion besuchte allerdings nur am Samstag und Sonntag Konzerte. Da wir nicht bei allen Acts dabei waren und sehr viele verschiedene Künstler auftraten, beschlossen wir, uns ein paar Auftritte herauszupicken und über diese zu berichten. Unser klarer Favorit war unbestritten der Auftritt von Faber. Der zürcher Liedermacher mit seinen direkten, unverblümten Texten und seiner rauen Stimme versteht es bestens, zusammen mit seiner Band das Publikum mitzureissen und für sich zu gewinnen. Auch die Gestaltung der Bühne war sehr ansprechend und speziell. An diesem Auftritt war auch mit Abstand am meisten Publikum anwesend und die Stimmung war ausgelassen. Fünfundvierzig Minuten nach diesem spektakulären Act beanspruchte dann Unknown Mortal Orchestra die Aufmerksamkeit der Besucher. Unknown Mortal Orchestra ist eine Gruppe aus Neuseeland, die mit rassigen Gitarrensounds und schwebendem Gesang begeistert, aber auch Sympathiepunkte erhält, wenn der Leadsänger einen Abstecher ins Publikum macht.

Am Samstag stellte dann das Electronic-Duo Mount Kimbie das Highlight dar und das trotz dem Umstand, dass der Leadsänger nicht anwesend war und sie mit grossen technischen Problemen zu kämpfen hatten. Ihre Sounds sind sehr eigenwillig und überzeugen mit einer ungewohnten Dynamik. Für Electronic-Fans ein Muss!

 

Somit war das Openair Basel aus rein musikalischer Sicht sehr vielfältig, aber auch gewagt. Einige Acts bewegten sich weit entfernt vom Mainstream, wie zum Beispiel die holländische Band Altin Gün, deren Songs aus einem Mix zwischen türkischer Volksmusik und Electronic bestehen.

Was aber auf jeden Fall als grosser Negativpunkt erwähnt werden muss, ist der Eintrittspreis. Am Freitag und Samstag kostete der Eintritt jeweils stattliche fünfzig Franken, was wohl auch der Grund dafür ist, dass nicht sehr viel Publikum anwesend war. Für Jugendliche ist ein Eintritt von fünfzig Franken für einen Abend kaum erschwinglich, was zur Folge hat, dass die Zuschauerzahl dementsprechend tief ausfällt. Somit kommt auch nicht wirklich eine belebte Stimmung auf, was sehr schade ist, da die gespielte Musik definitiv für ein grosses Publikum sehr gut geeignet ist. Wir hätten uns sehr gewünscht, wenn man die Preise mehr dem Zielpublikum angepasst hätte, denn so erschienen die dargebotenen Shows auf dem grossen Kasernenhof beinahe etwas verloren.

 

  • Show Comments

Your email address will not be published. Required fields are marked *

comment *

  • name *

  • email *

  • website *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Ads

You May Also Like

Revolutionsromantik

Es war ein Freitag im Dezember, als vor 7 Jahren Ordnungskräfte in einer kleinen ...

Erdogan

Seit dem fehlgeschlagenen Putsch können wir beobachten, dass die türkische Regierung ihre Macht immer ...

Film – Mein Leben als Zucchini

Über den schweizer Animationsfilm “Ma vie de Courgette” (übersetzt: “Mein Leben als Zucchini”) wurde ...

STAF: Die Pro-Argumente

Die Befürworter der STAF sind unverkennbar breiter aufgestellt als deren Gegner. Im Prinzip sind, ...