Die Überraschung war gross, als Apple vor 2 Jahren nicht wie erwartet das iPhone 7 präsentierte, sondern das iPhone SE vorstellte. Das Smartphone mit dem gleichen Design wie ein iPhone 5, das von einigen als klotzig, dick und klein, von anderen wiederum als kompakt und handlich bezeichnet wird, war etwas Neues von Apple: Die neuste Technik des iPhone 6 verbaut im klassischen iPhone.

Erschienen ist das iPhone SE vor nun mehr als 2 Jahren, erhältlich ist es mittlerweile für weniger als 300 Franken, doch was taugt es heute noch?

Im iPhone SE ist die gleiche Kamera verwendet worden wie im iPhone 6s. Auch wenn die Zwölf-Megapixel-Kamera für heutige Verhältnis keinesfalls Spitzenklasse ist, macht sie genau das, was sie soll. Dabei kann sie keinesfalls eine Spiegelreflexkamera ersetzen, aber das versucht sie auch nicht.
Die geschossenen Bilder können dann auf dem 4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1136 auf 640 Pixel bewundert werden. Das Display ist kein Wunderwerk, trotzdem ist es kontrastreich, hell und die Farben sind gut. Ausserdem ist das iPhone SE ausgestattet mit einem Fingerabdrucksensor und einer Kopfhörerbüchse.

Wo steht das iPhone SE jetzt?

Mittlerweile liegt die Präsentation des iPhone SE mehr als zwei Jahre zurück, das Flaggschiff von Apple heisst nun iPhone X und doch geniesst das ältere Modell grosse Beliebtheit.

Der Preisunterschied liegt bei mehr als 700 Franken, doch wie gross ist der Qualitätsunterschied?

Nach dem ausführlichen Test wird klar, dass der Unterschied viel grundlegender ist: Es sind zwei widersprüchliche Philosophien.

Während neue Flaggschiff-Smartphones vor allem mit ihrem schnellen Prozessor oder ihrer beeindruckenden Kamera prahlen, ist das iPhone SE vor allem praktisch. Es kann manchmal eine Sekunde dauern, bis eine App startet, das Design ist darauf ausgelegt, dass man das Gerät mit einer Hand bedienen kann und der Preis ist erschwinglich. Man bekommt, was man braucht. Allerdings nicht viel mehr.

Und mit diesem Konzept hat Apple eine Zielgruppe angesprochen, die diesen Wandel zu schnelleren, grösseren, teureren Smartphones nicht überzeugt. Die „Special Edition“ (SE) war ein Experiment und obwohl es sich gut verkaufte, scheint Apple nicht davon überzeugt zu sein. Denn eine Neuauflage, ein „iPhone SE 2“, wird voraussichtlich auch dieses Jahr nicht auf den Markt kommen.

Kritiker sagen, es würde daran liegen, dass Apple keine zweite Option, keine „Billig-Version“ zulassen möchte, also: Wenn schon ein iPhone, dann muss es das neuste und beste sein. Fraglich, ob das die Nutzer genauso sehen.

Aber diese Strategie kann funktionieren, bedeutet aber, dass sich iPhone-Nutzer, die sich ein solchen Gerät nicht leisten möchten, auf andere Hersteller ausweichen müssen.

Fazit: Das iPhone SE ist ein grossartiges Smartphone, für alle, die ein Gerät möchten, das vor allem eines ist: praktisch. Es kann alles, was man braucht und verzichtet auf alle Schnörkel.

  • Philippe Kramer

    Chefredaktor

    Ich bin Schüler am Gymnasium Leonhard und bin seit dem Sommer 2017 Chefredakteur bei Quint. In meiner Freizeit interessiere ich mich für Fotografie und Bildbearbeitung. Doch in keinem Lebensbereich darf die Leidenschaft für gute Diskussionen zu kurz kommen.

  • Show Comments

Your email address will not be published. Required fields are marked *

comment *

  • name *

  • email *

  • website *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Ads

You May Also Like

Technologie im Klassenzimmer

Die digitale Revolution und moderne Technologien an Schulen Im letzten Jahr hat Microsoft die ...

Google Pixel 2 XL – Das Gerät, der Trend und ein Mythos

  Das Gerät Kaum hat man den Power-Button das erste Mal gedrückt, strahlt dem ...

Die Lehre des iPhone X

Vor bald einem Jahr, am 12. September 2017, stellte Apple sein Jubiläums-iPhone vor. Das ...

Was Marihuana bewirken kann

Marihuana, umgangssprachlich auch Gras oder Weed, das aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnene Rauschmittel, ist ...