HeK

Das Haus der elektronischen Künste Basel

Rieke Volkenandt mit Bildern von Armand Schmiedlin

Das HeK befindet sich auf dem Dreispitzareal Basel/Münchenstein. Dort hat es direkten Kontakt zu den Fachhochschulen der Nordwestschweiz, was einfache Zusammenarbeit mit diesen ermöglicht. Das HeK ist ein Museum und eine Schule, in dem nicht nur interessante Ausstellungen gezeigt, sondern auch interessante Fragen gestellt werden. Diese Fragen werden dort nicht einfach beantwortet, sondern es wird zusammen darüber nachgedacht. Dies alles geschieht um das Thema des Informationszeitalters mit der digitalen Kultur und dessen neuen Kunstformen. Die Fragen beziehen sich dabei meistens auf die Auswirkungen der Medientechnologie in den verschiedenen Bereichen sowie allgemein auf die Kultur des 21. Jahrhunderts.

Im HeK selber findet man jedoch nicht nur Bildschirme, denn es befasst sich mit der gesamten bildenden Kunst. Also mit bildnerischer Darstellung, Musik, Theater, Tanz, Performance und Design. Diese Themen und Bereiche der bildenden Kunst werden nicht nur in regulären Ausstellungen, sondern auch in Festivalformen, Konzerten und Vermittlungsangeboten der Öffentlichkeit zu Verfügung gestellt.

Das HeK ist zudem nicht nur als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum gedacht. Es beschäftigt sich auch sehr stark mit der Lagerung der digitalen Kunst. Das bedeutet, dass das HeK die Kunst lagert, dies jedoch so, dass man sich auch weiterhin mit ihr beschäftigt.  Mit dieser Arbeit hat sich das HeK die beste Position der Schweiz gesichert, was den Bestand, das Ausmass und die Lagerung angeht.

Entstanden ist das HeK 2011 durch den Zusammenschluss einzelner Projekte und Ideen. Diese waren das Forum für neue Medien, ein Raum für zeitgenössische Kunst und die Auseinandersetzung mit den Medienkulturen.

Natürlich bietet das HeK auch ein Vermittlungsprogramm an. Dieses ist für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermassen frei zugänglich. Dabei soll den Besuchern die Medienkultur des Alltags wie auch der digitalen Kunst näher gebracht werden. Um an einem Projekt teilzunehmen, muss man keinerlei Vorwissen haben, denn das Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Erfahrungen zu machen, Wissen zu fördern und Interesse zu wecken.

Die Ausstellung, die sich seit dem 18.01.18 im HeK befindet, heisst «Future Love». Sie beschäftigt sich mit den Auswirkungen der neuen Technologien auf unsere Sexualität und unsere Gefühlsbeziehungen. Die Werke sind von verschiedenen Künstlern aus verschiedenen Ländern. Die Ausstellung dreht sich um das Thema der neuen Geschlechterrollen, die Veränderung der traditionellen Familienstruktur, der Befriedigung von unkonventionellen sexuellen Fantasien und welche Erweiterungen, Grenzen und unbegrenzte Möglichkeiten es in der realen und der virtuellen Realität gibt. Durch die Vernetzung der Welt werden die alternativen Möglichkeiten der Liebe und der Sexualität immer schneller verbreitet und akzeptiert. Durch diese Vernetzung und unsere neuen Technologien entsteht die Hypernatur. Sie ist eine Weiterentwicklung des Ökosystems mit künstlichen Körpern und deren Wechselbeziehungen mit uns Menschen. Nun stellt das HeK Fragen wie: „Haben die jüngsten Entwicklungen neuer Technologien und die sozialen Medien unsere Beziehungen und unsere Sexualität grundlegend verändert?“

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