Marihuana, umgangssprachlich auch Gras oder Weed, das aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnene Rauschmittel, ist momentan die am häufigste konsumierte, illegale Droge.

Doch da es nicht bei allen die es geniessen die selbe Wirkung erzielt, ist es trotz seiner breiten Akzeptanz unberechenbar.  

Marihuana wird aus den Blüten und Blättern der weiblichen Hanfpflanze (lat. Cannabis) produziert. Dafür werden die Blüten und Blätter zerkleinert und getrocknet. Hanf wird als Arzneimittel verwendet, seitdem man herausgefunden hat, dass die Opiumdosis verringert werden kann, wenn dem Patienten zuvor Cannabis gegeben wurde.

Jedoch wurde auch schon damals Cannabis als Rauschmittel verwendet. Auch wenn Marihuana heute verboten ist, wird es noch immer von vielen Menschen konsumiert und ist die mit Abstand am meisten konsumierte, illegale Droge.

 

Marihuana kann auf verschiedene Wege konsumiert werden. Der häufigste ist der Joint. In diesem Falle wird, ähnlich wie bei einer herkömmlichen Zigarette, Tabak geraucht, nur dass es sich hier um eine Mischung aus letzterem und Marihuana handelt. Die Dosierung kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen.

Desweiteren kann die Droge auch über Nahrungsmittel aufgenommen werden. Der Unterschied zum Joint besteht darin, dass bei Esswaren zwei bis drei Stunden vergehen können, ehe man einen Effekt spürt, was zu einem übermässigen Verzehr führen kann.

Somit lässt sich der Konsum durch einen Joint besser kontrollieren.

 

Die Stoffe gelangen immer, von der Einnahmeform unabhängig, in unser Hirn und aktivieren sogenannte Cannabis-Rezeptoren, welche sehr dem Hauptwirkstoff von Cannabis (Tetrahydrocannabinol oder kurz THC) ähneln. Durch deren Stimulierung erfolgt eine Kettenreaktion, die zur Freilassung bestimmter Substanzen, einerseits Serotonin, unser Glückshormon, andererseits Dopamin, welches den inneren Antrieb, aber auch Wahnvorstellungen steigern kann, führt.

Da die Cannabis-Rezeptoren sich hauptsächlich in den Bereichen des Gehirns befinden, welche für Gefühle zuständig sind, verstärken sie vor allem Emotionen, die der Konsumierende gerade in diesem Moment verspürt.

Deshalb ist die Wirkung auch von Person zu Person verschieden und somit sehr unberechenbar.

Zu den Symptomen gehören unter anderem Angstzustände, Gedächtnisverlust oder Halluzinationen. Ferner wird der Konsument gelassener, lacht mehr, ist aufgedrehter oder sieht Farben stärker. Auch das Nachlassen des Sehvermögens und des Einschätzungsvermögens ist durchaus möglich.

 

Wenn man die akuten Folgen (also die während des Konsums auftretenden Effekte) jedoch mit jenen anderer Rauschmittel wie beispielsweise Alkohol vergleicht, sind vor allem die körperlichen Auswirkungen wesentlich schwächer.

Allerdings drohen auch bei häufigem Marihuanakonsum langwierige Folgen.

So können Konzentration, Aufmerksamkeit und auch das Gedächtnis massiv geschwächt werden. Darüber hinaus kann man von Marihuana abhängig werden (auch wenn es sich hierbei nicht um eine körperliche, sondern um eine psychische Abhängigkeit handelt).

Dabei werden, wie bei jeder anderen Sucht auch, die sozialen Kontakte stark vernachlässigt und das Interesse an jeglichen Dingen, die nichts mit dem Suchtmittel zu tun haben, sinkt.

Wird das Gras in einem Joint und somit mit Tabak konsumiert, bringt dies natürlich dieselben Gefahren wie das Rauchen von Zigaretten mit sich, also Lungenerkrankungen, Reizung der Atemwege, schlechte Zähne und Herzerkrankungen (auch Herzinfarkt).

 

Besonders anfällig für bleibende Schäden sind Jugendliche, da deren Gehirn sich noch in der Entwicklungsphase befindet. Die Psychose ist wohl die am weitesten verbreitete, langanhaltende Nebenwirkung des Kiffens.

Selbstverständlich ist es keinesfalls so, dass jeder, der kifft später in eine Psychose rutschen wird.

Aber wenn der Konsument eine genetische Veranlagung für solch eine Begleiterscheinung besitzt, kann sowohl regelmässiges Kiffen, als auch in manchen Fällen ein einziger Joint eine solche Psychose auslösen.

Als Psychose bezeichnet man allgemein psychische Erkrankungen, welche eine Änderung der Wahrnehmung und einen Verlust des Bezugs zur Wirklichkeit verursachen. Dabei können unterschiedliche Symptome auftreten: Betroffene Personen können zum Beispiel Stimmen hören, Bilder sehen und Berührungen verspüren, die nicht existieren. Sie können starke Ängste oder Misstrauen entwickeln und auch in depressive Gefühle hineinrutschen, da sie oft die sozialen Kontakte vernachlässigen und vereinsamen. Auch Konzentrationsstörungen können auftreten und oft müssen Betroffene mit einem Unverständnis der Aussenwelt klarkommen.

Ein bekanntes Beispiel einer Psychose ist die Schizophrenie.

Es ist auf jeden Fall immer wichtig, sich zu informieren, wenn man eine Droge konsumiert und vor allem ist es auch wichtig, dass man nicht von dem Glauben ausgeht, dass legale Drogen nicht gefährlich sind.

Experten gehen heute davon aus, dass es richtig wäre, Marihuana zu legalisieren, denn dann würde einerseits der Schwarzmarkt verkleinert und es würde der “Kick” des Illegalseins wegfallen. Zudem würde Cannabis seltener heimlich konsumiert werden und somit könnten Nahestehende, die den Konsum als Problem empfinden, weil sich das Leben des Konsumenten beispielsweise nur noch um Marihuana dreht, schneller handeln.

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