Der Internationale Währungsfonds ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Seine Hauptaufgabe ist die Vergabe von Krediten an Länder ohne ausreichende Währungsreserven, die in Zahlungsbilanzschwierigkeiten geraten sind. Weitere Aufgaben sind die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen sowie die Überwachung der Geldpolitik. Der IWF und seine Schwesterorganisation Weltbank sind Institutionen, die ihren Ursprung im 1944 geschaffenen Bretton-Woods-System fester Wechselkurse haben. Im Gegensatz zum IWF vergibt die Weltbank auch Kredite für spezielle Projekte. Die Kreditvergabe des IWF ist generell an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen. Meistens eine Liberalisierung des Marktes oder einzelner Sparten. Der IWF hat zurzeit (Stand April 2016) 189 Mitgliedstaaten, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die Mitgliedstaaten mit den größten Stimmanteilen sind: USA 16,75%, Deutschland 5,81 %, China 3,81 % und die Schweiz 1,40 % Stimmenanteil. Da die Beschlüsse im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden müssen, verfügen jeweils die USA allein und die EU-Staaten gemeinsam de facto über ein Veto.

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