Christoph Niemann

Christoph Niemann ist ein deutscher Illustrator, Grafiker und Autor. Momentan lebt er in Berlin, er lebte jedoch auch einige Zeit in New York. Als er seine Frau kennenlernte, zogen sie zusammen wieder nach Berlin zurück und gründeten eine Familie. Dies war ein entscheidender Schritt für Niemann, denn in Berlin findet er am meisten Inspiration und Freiheit für die Umsetzung seiner Werke. In New York startete er mit seiner Karriere durch. Er gestaltete 22 Cover der Zeitschrift The New Yorker. Auch seine beiden bedeutendsten Bücher, Sunday Scetches und WORDS, brachten ihm viel Anerkennung.

Vom 06.05 bis zum 29.10.17 ist seine Ausstellung im Cartoonmuseum Basel zu bewundern.

Seine Werke bestehen nicht nur aus Skizzen oder Zeichnungen, sondern aus vielen verschiedenen und vor allem auch gemischten Techniken der Darstellung. So baut er Situationen aus LEGO, beschriftet diese und macht ein Foto oder stellt einen Kartoffeldruck her. Auch mit den modernen Techniken der Fotographie und der Animation ist Niemann vertraut. Das neuste Cover des „New Yorker“ ist durch ein Handy sogar als Virtual Reality Bild zu erleben. Seine Werke sind klar, humorvoll, minimalisiert, aber dennoch elegant und poetisch. Sie regen zum Nachdenken, aber vor allem auch zum Umdenken an.

Das Umdenken beschäftigt vor allem aber auch den Künstler. Denn durch das Umdenken kommen die Ideen. Da er aus verschiedenen Objekten neue Kunstwerke gestaltet, muss er sich aus der vorgegebenen Richtung des Objekts entfernen. Dazu gehört, dass er sich freimachen muss und nicht voreingenommen sein darf. Er muss neue Verbindungen sehen und diese dann so schaffen, dass der Betrachter sie auch versteht, sie sollen einen emotionalen Rausch auslösen. Eine schwierige Aufgabe. Dazu kommt noch die Zeit, die unter Umständen sehr knapp sein kann und natürlich die Konzentration. Niemann stellte eine Erfolgsformel auf: 87% An­strengung, 7.5% Glück, 0.5% Begabung, 5% keine Ablenkung (nicht ins Internet).

Als bekannter Künstler wird man natürlich auch unter einen gewissen Druck gesetzt, immer das Beste zu schaffen. In einem interview stellt Niemann die drei Hauptfragen vor, die sich jeder Künstler oder kreative Mensch sicherlich schon einmal gestellt hat.

  1. „Ich bin nicht gut genug.“ 2. „Meine Arbeit ist unwichtig und bald werde ich pleite sein.“ Und 3. „Ich habe keine Ideen mehr.“

Die Antworten auf diese Fragen oder falschen Annahmen sind nicht einfach zu finden. Doch Niemann fand eine Lösung. Zu 1. Üben Sie und werden Sie besser!

Zu 2. Seien sie beunruhigt und quälen sie sich weiter. Und zu 3. Erschaffen sie!

„Sei ein Künstler!“

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